Das Schulsystem

In Dänemark müssen alle Kinder neun Jahre lang unterrichtet werden, und zwar von dem Jahr an, in dem sie sieben Jahre alt werden. Es gibt eine freiwillige Vorschulklasse (0.Klasse) für Kinder im Alter von sechs Jahren sowie ein freiwilliges zehntes Schuljahr.

Die Mehrheit der dänischen Kinder besucht die öffentliche Volksschule (Folkeskole), die nichts kostet. Darüber hinaus gibt es auch Privatschulen (Friskoler), für welche die Eltern teilweise monatlich oder jährlich bezahlen müssen. Da in Dänemark keine Schulpflicht, sondern eine Unterrichtspflicht besteht, werden einige Kinder zu Hause unterrichtet.

Die Volksschule (Folkeskole) 

Die Schulbildung beginnt in Dänemark mit der neunjährigen Volksschule (Folkeskole), für Kinder zwischen sechs und 16 Jahren, die mit der Abschlussprüfung FSA (Folkeskolens Afgangsprøve) endet. Eine Trennung der Schüler vor der 9. Klasse findet nicht statt, es besteht insofern eine neunjährige Gemeinschaftsschule. Nach der Abschlussprüfung, die einem Hauptschulabschluss gleichzussetzen ist, bieten sich den Schülern je nach Eignung mehrere Wege an.

Zunächst besteht die Möglichkeit, nach der 9. Klasse noch ein weiteres Jahr auf die Folkeskole zu gehen und die Erweiterte Abschlussprüfung zu absolvieren (die sogenannte FS10, vormals FSU). Diese entspricht etwa der Mittleren Reife (Realschulabschluss). Viele Schüler absolvieren das 10. Jahr aber auch auf einer sogenannten Efterskole (Nachschule).

Das Pensum besteht aus einem Teil Pflichtfächer, in den höheren Klassen kommen Wahlfächer hinzu. 

Privatschulen (Friskoler)

Diese Schulen bieten einen Unterricht an, der sich an dem der Folkeskole orientiert. Allerdings bewegt sich dieser in einem freieren Rahmen, was die Durchführung anbelangt. Der Unterricht basiert auf unetrschiedlichen philosophischen und ideologischen Grundprinzipien (z.B. Schulen der Deutschen Minderheit). Privatschulen sind selbststeuernde Einrichtungen, können jedoch, wenn sie sich an das Unterrichtsministerium wenden, auch staatlich bezuschusst werden.

Nachschulen (Efterskoler)

Die Nachschulen sind Kostschulen/Internate, in denen die Jugendlichen neben den Fächern der 10. Klasse vor allem soziale, künstlerische, sportliche oder musikalische Kompetenzen entwickeln sollen, wobei der Schwerpunkt bei jeder Efterskole anders gelegt wird. Nachschulen werden staatlich und privat finanziert.

Weiterführende Schulen

Weiterführende Schulen nach der Folkeskole sind das Gymnasium (STX), das Handelsgymnasium (HHX) sowie das technische Gymnasium (HTX).

Das Gymnasium ist mit dem deutschen Gymnasium vergleichbar und endet mit dem dänischen Abitur (Allgemeine Hochschulreife), dem sogenannten Studentereksamen. Vom Niveau und vom Umfang der Hochschulreife her entspricht das Studentereksamen dem deutschen Abitur, das heißt, mit dem Studentereksamen ist es möglich, alle Studiengänge in Dänemark zu studieren, wobei es für bestimmte Studiengänge jedoch erforderlich ist, bestimmte Kurse im Abitur belegt zu haben.

Das dänische Abitur, dass an einer dänischen Schule in Deutschland absolviert wurde (Det Danske Mindretal), wird gleichermaßen anerkannt und stellt eine Zulassung zu allen Studiengängen in Dänemark dar.

Der Besuch des Gymnasiums dauert drei Jahre, entspricht also der gymnasialen Oberstufe. Je nachdem, ob man nach der 9. oder 10. Klasse auf das Gymnasium geht, dauert es 12 oder 13 Jahre bis zum Abitur.         

 

 

Sidst opdateret 10.02.2017

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